Wir brauchen eine diplomatische Investitions-Offensive!

Peter Boehringer im Bundestag

Wir brauchen eine diplomatische Investitions-Offensive!

Rede Peter Boehringer im Bundestag, 11.7.2025 EU-ReArm in Schlussrunde Erste Lesung HH-25

850 Milliarden Euro geplante Neuverschuldung. Ein historischer Negativ-Rekord – und das nach bereits horrenden Schuldenhaushalten seit Corona 2020.
Diese Finanzplanung ist kein Unfall, sondern Folge einer von Herrn Merz vorsätzlich schon 2024 ausgeheckten – aber vor der Bundestagswahl nicht zugegebenen Planung.

Sie haben dann vier Wochen NACH der Wahl noch mit einer abgewählten Bundestagsmehrheit das Grundgesetz geändert und einen nach oben offenen Verschuldungsspielraum geschaffen.
Wir hatten damals vorausgesagt, dass ein Dammbruch die Folge sein würde. Genau so kam es nun, nur vier Monate später: Die nach bisheriger Rechtslage niemals zulässige Neuverschuldung wird die seit 1949 aufgelaufene Bundesschuld auf einen Schlag um 50 Prozent erhöhen!

Zu den von Ihnen legalisierten Schulden werden künftig nicht nur uferlose Waffenkäufe, sondern auch Ausgaben zur Herstellung einer utopisch-wirkungslosen „Klimaneutralität“ gehören. Sogar noch utopischer ist die „Hilfe für völkerrechtswidrig angegriffene Staaten“ mit deutschen Steuermitteln. Ein absurdes Konzept, das nur drei Monate nach der Grundgesetz-Änderung bereits von der Realität in Nahost überholt wurde.

Doch nicht nur die nationale Haushalts-Planung dieser Schuldenregierung läuft in die völlig falsche Richtung. Auch im Finanzplan der EU werden Aufrüstungsprogramme und CO2-Planwirtschaft immer teurer. Immer mehr EU-Visionen sollen auf pump über riesige Gemeinschafts-Schulden finanziert werden.
Alles zu Lasten vor allem der deutschen Steuerzahler!

„Investitionen“ sind das große euphemistische Wort der Planwirte in der EU-Kommission. Ebenso wie hier durch den Finanzminister wird auch DORT der „Investitions“-Begriff völlig pervertiert: Eine echte und gute Investition bringt dem Financier eine Geldrendite und der Gesellschaft eine Wohlstandsrendite. Was aber soll die „Rendite“ von Waffen-„Investitionen“ sein? Im besten Fall bleiben die Waffen im Arsenal – dann sind hohe Kosten entstanden – aber sicher kein Wohlstand und auch keine Rendite – außer natürlich für die Waffenproduzenten. Und im schlimmsten Fall werden die Waffen eingesetzt – dann gibt es großflächige Zerstörungen, Leid und Tod. Ganz sicher aber keinen Wohlstand – außer natürlich für die Waffenproduzenten…    

Und es erzähle keiner, man wolle ja den „Frieden für Europa sichern“. Frieden hatten wir nach 1945 fast 80 Jahre lang. Aber nicht wegen EU und Euro, die es ja erst seit 30 Jahren gibt.
Und ganz sicher auch nicht durch schuldenfinanzierte riesige Aufrüstungsprogramme wie „ReArm Europe“ über 800 Mrd. Euro! Und nein: Wer gegen Megaschulden ist, ist nicht für russische Panzer in Deutschland: Das ist eine perfide Argumentation, die jeden kritischen Haushälter zum Vaterlandsverräter stempelt. Machen Sie sich nicht Ost und West zugleich zum Feind! Investieren Sie in Diplomatie! Wir werden dann Dutzende Milliarden weniger fürs Militär brauchen!

Und dann die Milliardenausgaben für eine fiktive „Klimaneutralität“: Auch DIES sind natürlich keine „Investitionen“, sondern allenfalls renditefreie Kosten. Eigentlich sind es sogar DES-Investitionen! Milliarden-Ausgaben, die außer den grünen Profiteuren in den „N“-GOs niemand helfen wird.

Auch Brüssel hilft bei der Zerstörung Deutschlands noch kräftig mit: Nach allerneuesten EU-Planungen soll das wirtschaftszerstörende CO2-Reduktionsziel nun gar noch vorgezogen werden. Schon 2040 darf nun praktisch nichts mehr produziert werden – sofern die Unternehmen nicht den absurden und superteuren Ablasshandel im Namen der CO2-Religion mit Strafzahlungen bedienen.

Nach drei Jahren Ampel und 16 Jahren Merkel steht Deutschland schlecht da. Und bei einer Neuverschuldung über 170 Mrd Euro 2026 wird die Gesamtschuldenquote Deutschlands dann bei 4 bis 5% des BIP landen. Deutschland würde damit nicht mehr in die Eurozone aufgenommen! Glückwunsch, Herr Klingbeil! Wir werden uns ja schon in wenigen Tagen dann mit diesem Schulden-Machwerk namens „RegEntwurf ‘26“ beschäftigen dürfen. Das wird das größte „Sommerloch“, das Deutschland je gesehen hat…

[Es gilt das gesprochene Wort]

https://youtu.be/593qBttQ1og




Sie holen das alte Sowjet-System ganz OHNE Moskau zu uns!

Sie holen das alte Sowjet-System ganz OHNE Moskau zu uns!

Rede Peter Boehringer im Bundestag, 26.9.2025 Schlussrunde Erste Lesung Haushalt-2026:

Der Haushaltsentwurf ‘26 ist geprägt durch die Verschiebung von Kernaufgaben des Bundes in Sonderschulden-Töpfe! Nur ein Beispiel: die Instandhaltung kleiner innerdeutscher Wasserstraßen, was ernsthaft als „Investition in Verteidigung“ verbucht wird! Der Haushalt wird immer intransparenter, weil die Sondervermögen erlauben, verdeckt Schulden aufzunehmen – und das allein war immer ihr Zweck!

Fast 30 Prozent des Haushalts sind nun schuldenfinanziert – ein in der Bundesrepublik noch nie gesehener, bislang undenkbarer Wert! Auf Gesamtstaatsebene verschuldet sich Deutschland mit fast Fünf Prozent des BIP. Man ist damit nur noch einen Prozentpunkt entfernt von französischen Verhältnissen. Deutschland würde ebenso wie Frankreich heute nicht mehr in die Eurozone aufgenommen werden.
Das sind wirklich extremistische Bestrebungen gegen unsere Grundordnungen, die seit der Preußischen Verfassung von 1850 ausgeglichene Haushalte verfügten!

Die von Ihnen mit dem GG-Putsch im März legalisierten Schulden ermöglichen nun Ausgaben für eine utopische „Klimaneutralität“ oder für unbegrenzte Waffenkäufe für fremde Staaten.
Ich wiederhole darum meinen Hinweis vom 10. März: „Solche Verschuldung gab es historisch nur in Kriegszeiten!“ Die von Pistorius und Merz geforderte „Kriegstüchtigkeit“ erfordert eine Kriegsfinanzierung mitten im Frieden! Das ist unverantwortlich!

Die nominal hohe Investitionsquote im Entwurf ist Ergebnis von Etikettenschwindel: So werden etwa zwingende RE-Investitionen fälschlich zu Nettoneuinvestitionen umdeklariert.

Der „Investitions“-Begriff wird pervertiert: Eine echte Investition bringt der Gesellschaft eine Wohlstandsrendite. Was aber soll die „Rendite“ von Waffen-Ausgaben sein?     

Und die Ausgaben für eine fiktive „Klimaneutralität“: Auch DIES sind natürlich keine „Investitionen“, sondern einfach renditefreie Kosten. Eigentlich sind es sogar Des-Investitionen!

Und doch verteidigt SchwarzRot solch ideologisches CO2-Gedöns stur gegen alle internationalen Entwicklungen: „Wir machen Europa klimaneutral bis 2040 – auch wenn die USA aussteigen“, sagte Herr Miersch hier als Lobbyist der Klima-NGOs. Er bejubelt die vorsätzliche Deindustrialisierung Deutschlands!

Und auch Brüssel hilft bei der Zerstörung Deutschlands kräftig mit:
Im Finanzplan der EU werden Waffenprogramme und CO2-Planwirtschaft immer teurer:
Über EU und EZB werden Ukraine-Kredite und „grüne“ Anleihen mit faktischer Gemeinschafts-Haftung zur Regel, die bei Corona noch die illegale Ausnahme waren! Der Ausnahmezustand wird zum neuen Normal. Alles zu Lasten der deutschen Steuerbürgen!

Die Bundesregierung verhandelt aktuell mit Brüssel ernsthaft über eine Verdoppelung des deutschen Beitrags von inzwischen 47 Milliarden pro Jahr. Wir dagegen sagen: Unsere EU-Zahlungen müssen runter!

Auch bei Migrationskosten ist die EU keinerlei Hilfe: Sie versagt beim Schutz der Außengrenzen. Und Überführungen in die zuständigen Dublin-Länder finden nicht einmal bei jedem 30. Ausreisepflichtigen statt! Stattdessen macht sich der Finanzminister zusammen mit der EU-Kommission für Überwachungsinstrumente wie Chatkontrolle oder Digital-Euro stark – was weder Bürger noch Geschäftsbanken wollen! Von Brüssel kommt genau das Falsche!!

Die Kommission will sich sogar einen „Global Europe Fund“ gönnen und damit EU-Aussenpolitik machen. Illegitim, da Außen- und Verteidigungspolitik nicht vergemeinschaftet sind!
So werden Strukturen in Brüssel zentralisiert und Steuerungsmacht gekauft. Wenn das Geld supranational fließt, wird die Kommission unter ihrer ungewählten Präsidentin immer mächtiger. Herr Klingbeil hat hier am Dienstag gar die „Europäische Souveränität“ ausgerufen. Wir sagen dazu: Souveränität ist unteilbar! Es kann nur eine deutsche Souveränität geben!

Und auch die CDU ist außenpolitisch dreist unterwegs: Herr Spahn diffamiert die AfD als „5. Kolonne Moskaus“: DAS sagt ein Vertreter Der Partei, deren Kanzlerin Merkel und ihre Nachfolger seit der Grenzaufgabe 2015 ganze Kolonnen von Verfassungsfeinden ins Land lassen und der Planwirtschaft huldigen: über ideologische Umverteilung und Höchststeuern, ausufernde Bürokratie, nationale Megaschulden, EU-Gemeinschaftsschulden und CO2-Planwirtschaft.

Das sind alles Merkmale des aggressiv-kollektivistischen alten Plansozialismus, der uns heute doch vor allem aus Berlin und Brüssel heraus bedroht! Sie geben vor, Moskau zu bekämpfen – doch Sie holen das alte Sowjet-System ganz ohne Moskau zu uns!

 

[Es gilt das gesprochene Wort]




Alles scheint wichtiger als deutsche Interessen

Alles scheint wichtiger als deutsche Interessen

Rede Peter Boehringer im Bundestag, 28.11.2025 Schlussrunde Dritte Lesung Haushalt 2026:

Der Haushalt ‘26 ist geprägt von Buchungstricks: der massenhaften Verschiebung von Kernaufgaben des Bundes in schuldenfinanzierte Sondervermögen.
Die Verschuldung des Bundes beträgt nun sagenhafte 183 Milliarden Euro! Bei einem Haushalts-Volumen von 631 Milliarden bedeutet das eine Verschuldungsquote von fast 30 Prozent! Ein bislang völlig undenkbarer Wert!   

Die Finanzlücke ab 2027 ist noch gewaltiger: Es bräuchte utopische acht Prozent Wachstum, um sie zu schließen!
Doch man kann mit schuldenfinanzierten Staatssubventionen kein gesundes und nachhaltiges Wachstum erkaufen!

Die Wirtschaftsministerin verbreitet dazu lyrische Durchhalteparolen:
„Wenn wir Ballast abwerfen, uns öffnen für neue Technologien, unsere Energieversorgung optimieren, bereit sind, mehr zu leisten, die Zähne zusammenzubeißen und auf ein starkes Team EUropa setzen, hat Deutschland alle Chancen auf eine gute Zukunft“.

Wow… Und nun zurück vom Märchen zur Realität: Die Schuldenorgie finanziert riesige Waffenkäufe für fremde Staaten. Ganz aktuell etwa sind absurde zusätzliche 140 Milliarden Euro über die EU für die Ukraine im Gespräch – heute Vormittag im Europaausschuss ernsthaft so besprochen. Also einfach mal so ein Betrag –Herr Klingbeil–, der größer wäre als unser Zuschuss zur Rentenversicherung, die bislang größte Ausgabenposition! Für einen Krieg, der längst beendet gehört!  

Am 25. März 2021 sagte ich hier anlässlich des Ersten EU-Schulden-Sündenfalls voraus:
„Der Wahnsinn wird Ddauerhaft gemacht werden! Es geht um eine Veränderung des Charakters der EU hin zu einem Staat.
Über den Umweg ‘EU-Verschuldung‘ bekommt die EU ein faktisches Besteuerungsrecht in Form des Zugriffs auf Steuerressourcen der Mitgliedsstaaten, deren Parlamente dann keine Mitsprache mehr haben über die jahrzehntelang zu tilgenden EU-Kredite!
Der Vorschlag präjudiziert einen illegalen Zustand eines EU-Staats mit eigenem Megabudget. Die EU ist aber nach höchster Rechtsprechung kein Staat! Und sie darf ohne Volksabstimmung über eine Aufgabe der deutschen Staatlichkeit auch Niemals einer werden! Hier wird der Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen!“

Inzwischen macht die EU die „einmalige Ausnahme“ wegen der „Jahrhundert-Pandemie“ Corona zur Regel: Immer mehr EU-Visionen sollen auf Pump finanziert werden: „Krisenmechanismus“, „Catalyst“, Ukraine-Kriegskredite: alles EU-Schuldenprogramme über hunderte Milliarden – behaftet durch deutsche Bürger!
Alles vertragswidrig und ökonomisch fatal! Sogar das regierungsnahe Handelsblatt schreibt, dass die Kommission „immer mehr wie ein souveräner Staat“ agiere.

Wenn Geld supranational kreditgeschöpft und Strukturen in Brüssel zentralisiert werden, wird die EU immer mächtiger. Inzwischen will die ungewählte Ursula von der Leyen gar einen eigenen Geheimdienst direkt bei sich ansiedeln!

Die EU beansprucht auch immer mehr Gestaltungskompetenz in nicht vergemeinschafteten Politikbereichen – sehr stark etwa in der Außen- und Verteidigungspolitik. Gerne auch extraterritorial – etwa in der Ukraine.

Und die EU ignoriert geltendes Recht auch bei der illegalen Masseneinwanderung. Sie sitzt in Sachen Rechtsstaatlichkeit im Glashaus!

Die Maastricht Kriterien sind zwar weiterhin in Kraft – werden aber permanent von Dutzenden von Ländern gebrochen. Heute verletzen 16 von 25 Euro-Mitgliedsstaaten die Gesamtschulden-Obergrenze und viele auch das Defizit-Kriterium: darunter Frankreich mit gewaltigen sechs Prozent. Konsequenzen: keine!

Und auch in der Erweiterungs-Politik verletzt die EU ständig die rechtsgültigen Kopenhagener Kriterien: Ohne jede Rücksicht auf wirtschaftliche und juristische Voraussetzungen eröffnet Brüssel mit Hochdruck Erweiterungsgespräche mit den Armenhäusern Albanien, Moldawien, Kosovo; mit Bürgerkriegs-Ländern wie Bosnien; und sogar mit Kriegsbeteiligten wie der Ukraine!
Regelmäßig auf Basis von Datenmanipulation und von nirgendwo kodifizierten „geostrategischen“ Kriterien.

Und nicht zuletzt: der bürokratische Brüsseler Plansozialismus! Die EU-devoten Kleinparteien RotGrünSchwarz bringen das alte Moskauer Sowjet-System nun über Brüssel zu uns! 

[Es gilt das gesprochene Wort]

 




Merz verlängert den Krieg – gar noch auf Deutschlands Kosten

Merz verlängert den Krieg – gar noch auf Deutschlands Kosten

Rede Peter Boehringer im Bundestag, 17.12.2025 zur Regierungserklärung BK Merz zum EU-Rat im Dez 25

Mit aller Macht wollen CDU, SPD und Grüne noch kurz vor einem Waffenstillstand weitere fast 200 Milliarden Euro für Waffen heben. Für den unseligen Ukraine-Krieg, der nie der unsere war. Ohne Rücksicht auf Recht und Menschenleben – aber auch ohne Beachtung der ökonomischen Folgen.

In Artikel 122 AEUV ist klar geregelt, dass die EU nur „einem Mitgliedstaat“ finanziellen Notbeistand gewähren darf. Die Ukraine IST aber kein Mitglied! Der unter Umgehung von Vetorechten herbei-geführte Ratsbeschluss war bereits dadurch rechtswidrig.

Und der zweite Schritt, den Sie, Herr Merz, für den EU-Rat vorbereiten, wäre NOCH abwegiger: eine gesetzliche Weisung an Finanzinstitutionen, Vermögen eines souveränen Staates zugunsten der Ukraine zwangszuverwenden.

Nahezu jede kompetente Partei ist gegen diesen Enteignungsplan:

Der belgische Premierminister sagte dazu: „Selbst während des Zweiten Weltkriegs wurde das Geld Deutschlands nicht beschlagnahmt. Ich habe alle europäischen Kollegen gefragt, ob sie bereit seien, die belgischen Risiken zu teilen. Nur Deutschland hat gesagt, dass es dazu bereit sei.“

Herr Merz ist somit der einzige, der bereit ist, den riesigen und sicher eintretenden Schaden zu tragen. Bzw. SIE, die dt. Steuerbürger, zahlen zu lassen! Der Kanzler fügt entgegen seinem Amtseid dem deutschen Volke riesigen Schaden zu!

Bei Euroclear liegen 42 Billionen internationaler Vermögenswerte.
Das Vertrauen in Rechts- und Eigentumssicherheit in der EU würde durch die Konfiskation dramatisch gestört. Die CEO von Euroclear befürchtet zurecht, die Enteignung könne das Finanzsystem destabilisieren. Sie versuche, den Politikern „die Realität zu erklären“!

Von KEINER einzigen Partei, bei der russische Vermögen liegen, gibt es bislang Garantiezusagen: Weder von Belgien, noch von Großbritannien, noch von Japan – auch nicht von den französischen Banken unter Macron. Sogar die EU-eigene EZB und der IWF lehnen die Beschlagnahmung ab. Auch sie warnen vor einer Kapitalflucht aus dem Euroraum. NUR die völlig isolierten Merz und von der Leyen riskieren aus rein ideologischen Gründen Glaubwürdigkeit, Stabilität und womöglich sogar den Frieden.

Herr Merz: Sie wollen ein großer Staatsmann sein. Doch Sie sagen ernsthaft, fremdes Staatsvermögen sei NICHT unantastbar, sondern politisch zweckgebunden und willkürlich nutzbar!

Der Globale Süden fragt sich: Sind unsere Vermögen in EUropa noch sicher? Müssen wir noch schneller eigene Zahlungssysteme aufbauen? Genau so wird die Polarisierung der Welt befördert! Die EU beschleunigt globale Divergenz, anstatt Zusammenarbeit, Handel, einheitliches Recht und Frieden zu fördern!

Zudem wird der Krieg sinnlos ohne jede Ergebnisänderung verlängert – wie schon einmal 2022. Noch mehr Tote, noch mehr Verletzte.
Sie fürchten das Kriegsende, denn dann wird die Rechnung aufgemacht: Sie können dann den Niedergang der Wirtschaft nicht mehr auf Putin schieben. Und so stellt man sich lieber gegen den Frieden. Nur weil man die Fehlerhaftigkeit der eigenen Politik mit absoluter Sturheit nicht einsehen kann und will!

Herr Merz, Sie sagten eben beim CSU-Parteitag: „Wir haben ein Gerüst von Werten. Es steht nichts weniger auf dem Spiel als Frieden, Rechtsstaat, Demokratie, Liberalität. Dafür müssen wir kämpfen“ 

Sie haben recht: WIR kämpfen genau dafür – notfalls OHNE Sie!

* * *

[Es gilt das gesprochene Wort]

 




Blindes Vertrauen ist keine Prüfstrategie!

Blindes Vertrauen ist keine Prüfstrategie!

Rede Peter Boehringer im Bundestag, 18.3.2026 zum PB-Antrag „Deutsches Staatsgold (endlich) vollständig nach Deutschland holen“

Das deutsche Staatsgold stammt aus Außenhandelsüberschüssen der jungen Bundesrepublik.
Die Bundesbank verwaltet dieses goldene Vermögen treuhänderisch für seine Erwirtschafter, die deutschen Bürger.
Der Buchwert unserer 3350 Tonnen steigt seit Jahrzehnten an und hat sich nur seit 2024 verdoppelt auf 450 Milliarden Euro!
Gold ist ein wichtiger psychologischer und materieller Stabilitätsgarant unserer Währung. Alleine sein Aufwertungs-Gewinn beträgt mehr als das 150-fache des Eigenkapitals der Bundesbank! Gold ist die einzige substanzielle Position auf der Bilanz. Ohne sie wäre die Bundesbank mit dem Zehnfachen ihres Eigenkapitals überschuldet.

Nach einer erfolgreichen Bürgerinitiative und Heimholung von großen Teilen unseres Auslandsgolds lagern heute 51% des Hortes in Frankfurt. Noch immer jedoch befinden sich Bestände im Wert von 225 Milliarden im Ausland!

60 Jahre schon haben wir dieses Fremdlagerungsrisiko getragen. Spätestens seit dem Ende des Kalten Kriegs gab es dafür keine Begründung mehr – auch keine militärische. In diesen 60 Jahren hat sich der Preis um 15.000 Prozent erhöht.

Wir bringen unseren Antrag heute jedoch nicht ein, weil Gold die Anlageklasse mit der besten Rendite ist.
Und wir beraten den Antrag auch nicht deshalb, weil Donald Trump in Sachen Vertragstreue und Honorierung von Eigentums- und Völkerrecht keine gute Bilanz aufweist. Zum Teil stimmt das allerdings durchaus: Das haben auch Kollegen aus anderen Fraktionen erkannt:

Etwa Stephan Mayer, CSU: „Der Finanzminister muss den Deutschen die Frage beantworten, ob unser Gold in den USA noch sicher ist“
Ja, diese Frage ist berechtigt! Und sie wurde seit 15 Jahren gestellt. Aber aus Sicht der Union irgendwie von den „Falschen“.

Und sogar die finanzpolitische Sprecherin der Grünen fordert inzwischen die Goldverwahrung in Deutschland.
Zeigen Sie bitte, dass Sie das ernst meinen, Kollegin Beck…

Trump ist dabei zwar nicht das primäre Problem – das besteht unabhängig von ihm. Wir freuen uns aber in jedem Fall, wenn die Kollegen nun endlich zum richtigen Schluss kommen!

Gold begründet seit Jahrhunderten Souveränität. Es ist frei vom Risiko eines Schuldnerausfalls und kann nicht politisch entwertet werden. Es ist ein Instrument strategischer Absicherung, um sich gegen Verschuldungs-, Inflations- und Systemrisiken zu schützen; oft –wie derzeit– verbunden noch mit geopolitischen Krisen.

Fast jeder zweite Staat stockt aktuell seine Goldvorräte auf. Immer mehr Zentralbanken fürchten, dass sie ihr fremdgelagertes Edelmetall nicht zurückbekommen.

Der Verbleib der „goldenen Währungsreserve“ im Ausland ist nicht zu rechtfertigen!

Das Dauer-Gegenargument der Bundesbank, wonach man im Krisenfall das Metall ausgerechnet in NY oder London in Devisen tauschen können müsse, ist seit Jahren absurd: Gerade im Fall einer globalen Währungskrise will niemand Papiergeld haben.
Gerade dann streben die Marktteilnehmer zum physisch Greifbaren, wie man es derzeit täglich im Gold- und Silbermarkt sieht.

Und die Bundesbank: Sie will im Ernstfall ausgerechnet die einzige Vermögensposition ohne Drittparteienrisiko in Papier-Forderungen umtauschen! Also genau in solche Papiere, die bei Weltwährungsturbulenzen jede andere Partei loswerden will. Niemand versteht das – es ist ahistorisch und irrational!

Zudem wäre Gold problemlos auch in Frankfurt handelbar, wenn man im Krisenfall ernsthaft deutsches Staatsgold VERkaufen wollte.

Auch die „Sorgen“ der Bundesbank um einen „psychologischen Schaden für das deutsch-amerikanische Verhältnis“ im Fall einer Heimholung sind absurd: Wir reden von deutschem Eigentum, über das wir volle Verfügungsgewalt haben.
Leider steht die Bundesbank damit in schlechter Tradition: Schon 1928 wollte Reichsbankpräsident Schacht bei einem vergeblichen Versuch, das Weimarer Gold im Tresor der US-Fed zu finden, dieses plötzlich gar nicht mehr sehen – und stellte Fed-Chef Strong ohne jede Not vom Nachweis des Goldes frei.
Einhundert Jahre später sind wir keinen Millimeter weiter…

Auch der eigentlich geschätzte Bundesrechnungshof muss kritisiert werden, wenn er der BILD suggeriert, eine Überprüfung des Goldes sei „2025 noch nicht erfolgt“. Nein: Eine vollständige Überprüfung des deutschen Auslandsgolds ist seit 1951 noch nie erfolgt!

Die Bundesbank verlässt sich auf Inventarangaben aus dem Ausland und auf minimale Stichproben. „Schmelzchargen-“ oder „Inventar-“ Nummern ersetzen keine Barrennummern; Abgekürzte Nummern widersprechen ordnungsgemäßer Buchführung; Doppelerfassungen von Barrennummern sind nicht ausschließbar; Vollprüfungen wurden nie durchgeführt.
Kurzum: Es gibt keine sauberen Barrenlisten!

Die Bundesbank betont stets, sie habe volles Vertrauen in die Auslandsbanken. Blindes Vertrauen aber ist keine Prüfstrategie. Im Krisen- oder Spannungsfall ist das Eigentumsrecht ohne gleichzeitigen Besitz nicht gewährleistet!
Vertrauen ersetzt auch keine Souveränität. Gold ist ein strategischer Wertanker. Seine Verfügbarkeit im Inland ist Voraussetzung dafür, dass unser Land bei internationaler Instabilität oder Systemkrisen währungspolitisch handlungsfähig bleibt.

Viele Staaten wollen seit 2013 ihre Goldbestände aus New York und London heimholen. Blindes Vertrauen ist in Zeiten schwindender völker- und finanzrechtlicher Gewissheiten heute nicht mehr angebracht. Die AfD begrüßt es darum, wenn die uralte Debatte um die überfällige Heimholung des Goldes nun wiederbelebt ist, wenn auch teilweise aus falschem Grund. Das ist keine „Panikmache“, wie Sie es abwegigerweise in den letzten Wochen der Presse diktiert haben und sicher auch hier gleich wieder verkünden werden.
Nein – das ist Verantwortungsbewusstsein um deutsches Volksvermögen!

Zeigen Sie heute, dass Ihre Sorgen ums Gold und damit um deutsche Finanzsouveränität keine Krokodilstränen sind. Stimmen Sie unserem Antrag zu. Und falls Ihr Brandmauerfetisch das verbietet – bringen Sie einfach einen eigenen Antrag ein.
Die AfD wird jedem Heimholungsantrag zustimmen!

Diese Rede als Video:

Es gilt das gesprochene Wort