Rücktritt von Jens Weidmann ist fatales Signal

Rücktritt von Jens Weidmann ist fatales Signal

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat heute überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Der haushaltspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Peter Boehringer, kommentiert dies wie folgt:

„Der Rücktritt von Jens Weidmann als Bundesbankpräsident ist ein fatales Signal. Das lässt für die Zukunft der Geldpolitik nichts Gutes erahnen. Jens Weidmann war der Auffassung, dass die Geldpolitik ‚marktneutral‘ bleiben müsse und insofern nicht offen für Ziele der Wirtschaftspolitik instrumentalisiert werden dürfe. Einer Verknüpfung von Geldpolitik und Klimapolitik stand er also im Wege, obgleich er die umfangreichen und meines Erachtens mandatsüberschreitenden Ankaufprogramme der EZB mitgetragen hatte. Auch mit ihm hat sich in der EZB die Planwirtschaft über die Druckerpresse etabliert. Was sich in Frankfurt unter den Vorzeichen einer Ampelkoalition zusammenbraut, geht aber selbst ihm offensichtlich zu weit. Nun hat er das Schiff verlassen. Die Inflationswellen der Zukunft müssen dann andere erklären, obwohl sie sich auch zu seiner Zeit bereits aufgestaut haben.“




Bundesbankpräsident Nagel verlässt zur Freude der Altparteien den Stabilitätskurs

Bundesbankpräsident Nagel verlässt zur Freude der Altparteien den Stabilitätskurs

Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos erklärte Bundesbankpräsident Nagel, dass Deutschland die Schuldenbremse umfassend „reformieren“ müsse.

Peter Boehringer, stellvertretender Bundessprecher der AfD, teilt dazu mit:

„Die Bundesbank war seit ihrer Gründung ein Hort der finanziellen und damit auch der gesellschaftlichen Stabilität. Nun ist es damit vorbei. Joachim Nagel ist der erste Bundesbankpräsident, der den Stabilitäts-Kurs sogar offiziell verlässt und gar noch die Politik bei der Verschuldung anfeuert.

Das Diktat der EZB und der Euro-Südländer war zwar faktisch schon seit der Euro-Finanzkrise nahezu total: Die Bundesbank hat sich seit fast 15 Jahren über ‘Rettungsvehikel‘, Gemeinschaftsanleihen und direkte Staatsanleihenkäufe auf einen französisch-italienischen Weichwährungs-Kurs eingelassen. Gegenüber Gold ist die Kaufkraft des Euro seit seiner Einführung um fast 90 Prozent gefallen! Die Inflation ist seitdem nicht ansatzweise im Griff, wie es Nagel eben faktenfern im Spiegel verkündet hat.

Nun aber betätigt sich Präsident Nagel (SPD) mit der ganzen Reputation eines Amtes als Stichwortgeber der Altparteien: Die SPD fordert ebenso wie Grüne, BSW, LINKE und schon sehr bald auch CDU/CSU die Abschaffung der Schuldenbremse, was allerdings rhetorisch immer verschämt als ‘Reform‘ verkauft wird. Nagel nutzt nicht zufällig exakt die Begriffe und Forderungen der Altparteien: ‘Rüstungsausgaben sind teuer, nicht über Haushalt finanzieren‘, ‘Deutschland braucht für die Aufgaben der Zukunft mehr Geld‘, ‘mehr Flexibilität für Investitionen‘, ‘unsere Schuldenquote ist [zu] gering‘, ‘Schuldenbremse sollte reformiert werden‘.

Diese Wortmeldung jetzt ist kein Zufall: Sie wird sofort nach der Bundestagswahl den schwarz-rot-grünen Verhandlern helfen, bereits 2025 die Schuldenbremse mit Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag bis zur Unkenntlichkeit zu ‘reformieren‘. Bei der geplanten Herausnahme der riesigen künftigen Rüstungsausgaben und der [sehr auslegungsfähig definierten] ‘investiven‘ Haushaltstitel aus der Schuldenbremse werden die entsprechenden Artikel 109 und 115 GG faktisch abgeschafft – die Schuldenbremse wäre damit fast völlig unterlaufen!

Nagel nimmt dabei in Kauf, dass die offiziell immer noch unabhängige Bundesbank ohne jede Not zum willfährigen, abhängigen Sprachrohr für Ausgabewünsche der kriegswilligen und CO2-besoffenen Altparteien wird. Zudem rät er, die Verschuldungsobergrenze von 60% des BIP, die Deutschland heute schon überschreitet, zu ignorieren, was einen Bruch des nach wie vor geltenden Maastricht-Vertragsrechts bedeutet. Euro-Gemeinschaftsanleihen hat die Bundesbank entgegen dem Gebot des Artikel 125 der EU-Verfassung (AEUV) ja ohnehin seit Jahren zugestimmt.

Die Bundesbank geht somit unter Nagel ihren gefährlichen und fatalen Weg weiter: immer abhängiger von der Politik und immer weiter weg von Verträgen und Rechtsvorgaben, die für den Euro einst konstitutiv waren. Am Ende stehen Nagel und Merz damit aber nur in unseliger Tradition aller Bundesbankpräsidenten seit Tietmeyer und aller Kanzler und Finanzminister seit Kohl und Waigel. Die Deutschen wurden und werden zum ‘stabilen‘ Euro seit Jahrzehnten chronisch angelogen.“

Peter Boehringer: Bundesbankpräsident Nagel verlässt zur Freude der Altparteien den Stabilitätskurs




WELT (sic…): „Das Gold der Bundesbank darf nicht verhökert werden / GOLD – Das einzige tragende Element des Bundesbank-Eigenkapitals“

WELT [sic…]: „GOLD – Das einzige tragende Element des Bundesbank-Eigenkapitals“ 

Ach ja, die Mainstreampresse…: Man sagt ihnen jahre- bzw. hier sogar jahrzehntelang etwas. Wird dafür ausgelacht – bis es der Mainstream aus dem Nichts plötzlich selbst schreibt…

Was haben wir uns nicht seit 2011 die Finger wund geschriebenDas Gold der Bundesbank darf nicht verkauft werden und muss heim; Target-Forderungen dagegen müssen abgebaut werden“. Und was habe ich nicht seit 2024 (!) immer und immer wieder in x PMs, Videos, PKs und Bundestagsanträgen auf die Bilanzlage der Bundesbank („Verheerend ohne Gold – aber bestens wegen Staatsgoldaufwertung“) hingewiesen.
Und nun schreibt die WELT genau diese Argumente zT geradezu WÖRTLICH selbst…

Zum Beleg nur EINE Pressemitteilung von 2024 und nur EIN Vortrag von mir von Mai 2024 beim Hayek-Club Hannover:Bundesbank 2024 macht Verlust in Milliardenhöhe

https://youtu.be/kE4sVbfVNcY?si=sV8r3OBzUgP2Y9Kf [erste zwei Minuten genügen]. Und dann vergleichen Sie gerne unten den WELT-Text.

+++ Pressemitteilung 2024 +++  Peter Boehringer: Die Bundesbank hat Grund, sich zu ihrer Bilanz zu erklären
https://www.afd.de/peter-boehringer-die-bundesbank-hat-grund-sich-zu-ihrer-bilanz-zu-erklaeren
Die Deutsche Bundesbank hat ggü. der Presse Erklärungen zu ihrer Verlustsituation und zu Auswirkungen auf den Bundeshaushalt und ihrer Bilanzqualität inklusive der deutschen Goldreserve gemacht.
Peter Boehringer, stellvertretender AfD-Bundessprecher, teilt dazu mit:
Zum wiederholten Mal muss die Bundesbank betonen, dass ihre Bilanz ‚solide‘ sei. In Vor-Euro-Zeiten wäre dies undenkbar und natürlich auch völlig unnötig gewesen. Der operative Rekordverlust 2023 i.H.v. 21 Milliarden Euro ist eine späte Folge der ausschließlich zur Euro- und Bankenrettung durch die Bundesbank auf Befehl der EZB getätigten riesigen Käufe von Niedrigzinsanleihen bei gleichzeitigen Liquiditäts- und Zinsgeschenken an die Geschäftsbanken.
Ein weiterer Verlust in zweistelliger Milliardenhöhe wird nach unserer Rechnung bereits im laufenden Jahr 2024 das Eigenkapital der Bundesbank um mindestens das Fünffache übersteigen! Die deutschen Steuerzahler sind wegen der nun auf viele Jahre hinaus ausbleibenden Gewinnausschüttungen der Bundesbank erneut die Haupt-Leidtragenden der u.E. vertragswidrigen Euro-Dauerrettung.
Es ist ausschließlich den seit 1971 kumulierten Aufwertungsgewinnen unseres bei der Bundesbank verwahrten Staats(bürger)goldes i.H.v. aktuell über 230 Milliarden Euro zu verdanken, dass Präsident Nagel die Bilanz der Bundesbank trotz des bereits heute faktisch negativen Eigenkapitals noch als ‚solide‘ bezeichnen kann. Die ab Ende 2024 zu bilanzierenden Verlustvorträge von absehbar über 15 Milliarden Euro werden nur noch durch diese Aufwertungsgewinne auf Gold bilanziell tragbar sein. Es ist trivial und zugleich eine riesige Untertreibung, wenn Herr Nagel feststellt, dass es ‚richtig‘ sei, Gold dauerhaft zu halten. Und es ist absurd, bei der einzigen Position mit echtem und sehr großem Substanzwert nur von einem ‚Symbolwert‘ zu sprechen. Nur das aus Bankensicht doch so ‚barbarische Relikt‘ Gold rettet die Bilanz der Bundesbank noch vor der Überschuldung.


+++ WELT, 11. Mai 2026 +++
Das Gold der Bundesbank darf nicht verhökert werden / GOLD – Das einzige tragende Element des Bundesbank-Eigenkapitals
https://www.welt.de/debatte/plus6a004394856ecc4fb5767f14/fratzscher-vorstoss-das-gold-der-bundesbank-darf-nicht-verhoekert-werden.html

Soll Deutschland in der Krise einen Teil seiner Goldreserven verkaufen?  Dieser Vorschlag des Ökonomen Marcel Fratzscher ist ein Offenbarungseid. … ein Offenbarungseid einer Politik, die sich der Priorisierung verweigert, und ein Missverständnis dessen, was Gold in einer Notenbankbilanz tut.

Die Bilanzsumme der Bundesbank beträgt 2.349 Milliarden Euro. Davon entfallen auf Gold rund 17 Prozent. Die wirklich großen Posten sind andere: Die TARGET-Forderung gegen die Europäische Zentralbank (EZB) steht mit 1.023 Milliarden Euro bei 43,6 Prozent. Dahinter folgen mit 789 Milliarden Euro oder 33,6 Prozent die Wertpapiere für geldpolitische Zwecke, das sind die [im Krisenfall wertlosen, Anm. PB] Staatsanleihen der Eurozone, vor allem aus Italien, Frankreich und Spanien. Im Klartext: Drei Viertel der Bundesbank-Aktiva sind Forderungen innerhalb des Eurosystems oder gegen Eurostaaten. Das sind Schuldtitel, die nur so werthaltig sind wie der Schuldner. Die TARGET-Forderung ist niedrig verzinst, nicht kündbar und im Falle eines Auseinanderfallens des Euro praktisch wertlos. Gleiches gilt für die Anleihen schwacher Staaten, die in der Bilanz schlummern. Wer in einem solchen Portfolio die Position Gold mit weniger als 20 Prozent als „konzentriert“ bezeichnet, hat die Bilanz nicht gelesen.

GOLD – Das einzige tragende Element des Eigenkapitals: Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Mauderer hat den Befund am 5. März 2026 öffentlich auf den Punkt gebracht: „Net equity has climbed to 363 billion euro“. [Nein – erstmals hat die Bundesbank bereits 2024 den Kunstbegriff „net equity“ zur Schein-Rettung ihrer Bilanz verwendet, Anm. PB. Vgl. dazu dieses Video „Bundesbank tief im Minus: Rettet nur noch das deutsche Gold?https://www.youtube.com/watch?v=DFwei2e04Rg  – dort Min 0:30 bis 5:30]

[Der nachfolgende Passus im WELT-Artikel ist praktisch wörtlich meine x-fache Rede seit 2024, Anm. PB]:
Diese 363 Mrd Eigenkapital setzen sich so zusammen: 2,5 Mrd Grundkapital, 387 Mrd Aufwertungsreserve auf Gold, minus 27,8 Mrd kumulierter Bilanzverlust. Ohne die stillen Reserven auf Gold wäre die Bundesbank rein bilanziell mit 25,3 Mrd Euro negativ. Das Eigenkapital der deutschen Notenbank besteht zu mehr als 100 Prozent aus stillen Reserven auf Gold. [Fakt: Das EK der Bundesbank ist inzwischen negativ – das künstlich durch Goldaufwertungseinbezug aufgeblasene „net equity“ dagegen übersteigt das formelle EK um über 15.000 Prozent!, Anm. PB].
Wer Gold verkauft, realisiert nicht „Buchgewinne“, er verbraucht das einzige tragende Element des Eigenkapitals.