Bei den Zollverhandlungen hat man in Europa den Bock zum Gärtner gemacht
Bei den Zollverhandlungen hat man in Europa den Bock zum Gärtner gemacht
US-Präsident Trump hat die Frist zur Erreichung eines Zollabkommens zwischen der EU und den USA bis zum 1. August verlängert. Die Zollverhandlungen gehen somit in die nächste Runde.
Peter Boehringer, stellvertretender Bundessprecher der AfD, teilt dazu mit:
„Das Beste, was den Verhandlern auf beiden Seiten des Atlantiks passieren könnte, wäre ein echtes Freihandelsabkommen mit null Prozent Zöllen auf alle Produkte. Dazu müsste sich jedoch nicht nur Donald Trump bewegen, sondern in erster Linie die EU und die sie tragenden Staaten. Nach wie vor erhebt die EU höhere Zölle auf US-Waren als umgekehrt. Auch der Anteil der zollfreien Importe ist in der EU deutlich geringer.
Ob die EU jedoch zu einem echten Freihandelsabkommen bereit ist, muss nicht zuletzt deshalb bezweifelt werden, weil die Zolleinnahmen in der EU direkt an die EU und nicht an die Mitgliedstaaten fließen. Wie so oft hat die EU also auch eigene Interessen, die mit den Interessen der Mitgliedstaaten nicht übereinstimmen. Keinesfalls ist davon auszugehen, dass die EU auf diese ihr zugesicherten Mittel einfach verzichten wird.
Ob es zu einem sinnvollen Zollabkommen kommen kann, solange die EU die Verhandlungen führt, steht somit in den Sternen. Zwar geriert sich die EU öffentlich gerne als Advokatin des Freihandels, doch verfolgt sie geradezu regelmäßig eine entgegengesetzte Politik, etwa beim CO2-Grenzausgleichssystem, beim Lieferkettengesetz oder auch bei TTIP. In allen diesen Belangen hat die EU stets das Gegenteil von Freihandel vertreten, auch bei TTIP, das angesichts seines Umfangs von mehreren hundert, teilweise geheim verhandelten Seiten beileibe kein echtes Freihandelsabkommen war. Die Bremser für Freihandel sitzen nicht nur in Washington, sondern auch in Brüssel und Berlin.“
Das Handelsabkommen mit den USA ist eine Bankrott-Erklärung für die EU
Das Handelsabkommen mit den USA ist eine Bankrott-Erklärung für die EU
Berlin, 28. Juli 2025. Am gestrigen Sonntagabend ist das lange erwartete Handelsabkommen zwischen den USA und der EU geschlossen worden. Die Einigung sieht vor, dass die US-Zölle auf EU-Waren weitgehend auf 15 Prozent abgesenkt werden, wobei jedoch Stahl und Aluminium weiterhin mit 50 Prozent belastet bleiben. Gleichzeitig darf die EU jedoch keine Zölle mehr auf US-Waren erheben und muss zusätzlich 600 Milliarden Dollar Direktinvestitionen für die USA garantieren, für 750 Milliarden Dollar teures amerikanisches LNG-Gas abnehmen und weitere hunderte Milliarden für US-Rüstungsgüter zugunsten der Ukraine aufbringen.
Peter Boehringer, stellvertretender Bundessprecher der AfD, teilt dazu mit:
„Selten ist ein Staatenbund in Handelsgesprächen so über den Tisch gezogen worden wie in diesem Fall die EU. Hier noch von einem ‘Deal‘ zu sprechen, ist im Grunde genommen verharmlosend, denn diese Vereinbarung ist nicht weniger als ein Diktat seitens der USA. Sicherlich hat die deutsche Wirtschaft unter den extremen Zöllen der Trump-Regierung gelitten, sicherlich gab es Handlungsbedarf, aber was hier vorgelegt wurde, ist die vollständige Preisgabe einer eigenständigen Handelspolitik.
Bislang haben selbst EU-Skeptiker die Handelspolitik als ein weitgehend legitimes Betätigungsfeld der EU angesehen, doch nach dem gestrigen Tag muss auch diese Position hinterfragt werden. Um kurzfristig eine Erleichterung im Handelskrieg zu erreichen, ist Ursula von der Leyen offensichtlich bereit, eine langfristige Ungleichbehandlung im transatlantischen Handel in Kauf zu nehmen und diesen ‘Gnadenakt‘ der USA auch noch mit annähernd zwei Billionen Dollar zu honorieren. Diese Zahlungen bedeuten Auftragsausfälle in gleicher Höhe für EU-ansässige Unternehmen.
Die Abhängigkeiten Deutschlands und der EU gegenüber den USA sind offensichtlich sehr hoch, anders kann man sich ein solches Abkommen nicht erklären. Doch diese Abhängigkeiten nun noch weiter zu verfestigen, ist der falsche Weg. Vielmehr müsste Europa endlich wieder eine interessengeleitete Wirtschafts-, Handels- und Außenpolitik zugunsten der Bürger verfolgen. Die EU scheint das nicht zu wollen, sondern arbeitet weiter auf eine Deindustrialisierung hin.“
Grönland ist kein EU-Mitglied – Appell gegen überflüssigen Zollkrieg zu Lasten der Wirtschaft
Grönland ist kein EU-Mitglied – Appell gegen überflüssigen Zollkrieg zu Lasten der Wirtschaft
Berlin, 19. Januar 2026.In derGrönlandthematik stellen sich nicht nur rechtliche und außenpolitische Fragen, sondern es zeichnet sich zunehmend ein gravierender Zoll- und Handelskonflikts zwischen den USA und der EU ab.Die EU plant nun einen Sondergipfel, bei dem es um Gegenzölle bis zu 93 Milliarden Euro gehen soll. Die Kommissionspräsidentin von der Leyen spricht vom Schutz „EU-eigener Sicherheitsinteressen“.
Der europapolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Peter Boehringer, kommentiert die Entwicklung:
„Es ist ökonomisch immer schlecht, wenn der internationale Handel unter geopolitischen Differenzen leidet. Zumal unter Freunden bzw. unter gemeinsamen NATO-Mitgliedern. Zollkriege senken Handelsvolumina und damit Wohlstand. Und EU-Zölle strafen primär nicht die USA, sondern importieren sogar Inflation nach Europa und Deutschland, denn es sind unsere Bürger, die die von der EU verfügten riesigen Zölle bezahlen müssten.
Dabei ist die sich leider abzeichnende Eskalation völlig überflüssig: Grönland ist keine deutsche Angelegenheit, sondern eine Frage rein zwischen Dänemark und den USA. Grönland ist nicht einmal eine EU-Angelegenheit: Die Grönländer stimmten schon 1982 mit überwältigender Mehrheit für einen Austritt aus der EG – das Land wurde in der Folge auch nie EU-Mitglied! Rein formell gibt es somit keinen Grund für eine EU-ropäische und sehr eklektische Koalition der Willigen der EU, sich nach der Ukraine nun auch noch in einen weiteren Konflikt zwischen Dritten (also hier USA versus Grönland) einzubringen. Noch dazu mit einem operettenhaften und völlig überflüssigen Blitz(eis)-Einsatz in der Arktis per Expeditionskommando mit 36 Stunden Einsatzzeit – aber mit der Folge nun wirklich drohender riesiger Handelsverwerfungen! Die von der Kommissionspräsidentin martialisch beschworenen ‘Sicherheitsinteressen‘ der EU gibt es nicht – wohl aber sehr hohe Wirtschaftsinteressen Deutschlands.
Über die derzeit schnellen Veränderungen der von und unter Donald Trump real gelebten Außenpolitik und des praktizierten Völkerrechts kann man durchaus streiten. Aber die EU und speziell der deutsche Kanzler und Vizekanzler hätten trotzdem die Pflicht, Deutschland aus einem weiteren Konflikt, der nicht uns der unsere ist, herauszuhalten. Die AfD-Fraktion im Bundestag ruft darum alle Seiten dringend auf, einen wohlstandsvernichtenden Zoll- und Handelskrieg zu vermeiden! Keine Schnellschüsse – dringender Appell zur Zurückhaltung!
Maximale rhetorische Aufrüstung ist dabei nicht hilfreich – weder das Gerede Macrons von einer ‘EU-Bazooka‘ gegen die USA – noch die absehbar mit Dänemark ‘zwanghaft solidarische‘ Haltung einer EU-Teilgruppe gegen die USA. Angesichts einer durchaus zwischen Dänemark, Autarkie und den USA noch unentschiedenen grönländischen Bevölkerung und angesichts der Nichtmitgliedschaft Grönlands in der EU müssen Merz und Klingbeil auch in den EU-Gremien deutsche Interessen im Blick haben: Als größte Import- und auch Exportnation Europas würde Deutschland am meisten unter prohibitiven Zöllen und einem überflüssigen Handelskrieg leiden. Wir appellieren an die deutsche Regierung sowie an Präsidentin von der Leyen und EVP-Chef Weber (beide CDU/CSU), in Brüssel weder rhetorisch noch materiell scharfzumachen, sondern deeskalierend und vermittelnd aufzutreten.“
Rede Peter Boehringer im Bundestag, 18.3.2026 zum PB-Antrag „Deutsches Staatsgold (endlich) vollständig nach Deutschland holen“
Das deutsche Staatsgold stammt aus Außenhandelsüberschüssen der jungen Bundesrepublik.
Die Bundesbank verwaltet dieses goldene Vermögen treuhänderisch für seine Erwirtschafter, die deutschen Bürger.
Der Buchwert unserer 3350 Tonnen steigt seit Jahrzehnten an und hat sich nur seit 2024 verdoppelt auf 450 Milliarden Euro!
Gold ist ein wichtiger psychologischer und materieller Stabilitätsgarant unserer Währung. Alleine sein Aufwertungs-Gewinn beträgt mehr als das 150-fache des Eigenkapitals der Bundesbank! Gold ist die einzige substanzielle Position auf der Bilanz. Ohne sie wäre die Bundesbank mit dem Zehnfachen ihres Eigenkapitals überschuldet.
Nach einer erfolgreichen Bürgerinitiative und Heimholung von großen Teilen unseres Auslandsgolds lagern heute 51% des Hortes in Frankfurt. Noch immer jedoch befinden sich Bestände im Wert von 225 Milliarden im Ausland!
60 Jahre schon haben wir dieses Fremdlagerungsrisiko getragen. Spätestens seit dem Ende des Kalten Kriegs gab es dafür keine Begründung mehr – auch keine militärische. In diesen 60 Jahren hat sich der Preis um 15.000 Prozent erhöht.
Wir bringen unseren Antrag heute jedoch nicht ein, weil Gold die Anlageklasse mit der besten Rendite ist.
Und wir beraten den Antrag auch nicht deshalb, weil Donald Trump in Sachen Vertragstreue und Honorierung von Eigentums- und Völkerrecht keine gute Bilanz aufweist. Zum Teil stimmt das allerdings durchaus: Das haben auch Kollegen aus anderen Fraktionen erkannt:
Etwa Stephan Mayer, CSU: „Der Finanzminister muss den Deutschen die Frage beantworten, ob unser Gold in den USA noch sicher ist“
Ja, diese Frage ist berechtigt! Und sie wurde seit 15 Jahren gestellt. Aber aus Sicht der Union irgendwie von den „Falschen“.
Und sogar die finanzpolitische Sprecherin der Grünen fordert inzwischen die Goldverwahrung in Deutschland. Zeigen Sie bitte, dass Sie das ernst meinen, Kollegin Beck…
Trump ist dabei zwar nicht das primäre Problem – das besteht unabhängig von ihm. Wir freuen uns aber in jedem Fall, wenn die Kollegen nun endlich zum richtigen Schluss kommen!
Gold begründet seit Jahrhunderten Souveränität. Es ist frei vom Risiko eines Schuldnerausfalls und kann nicht politisch entwertet werden. Es ist ein Instrument strategischer Absicherung, um sich gegen Verschuldungs-, Inflations- und Systemrisiken zu schützen; oft –wie derzeit– verbunden noch mit geopolitischen Krisen.
Fast jeder zweite Staat stockt aktuell seine Goldvorräte auf. Immer mehr Zentralbanken fürchten, dass sie ihr fremdgelagertes Edelmetall nicht zurückbekommen.
Der Verbleib der „goldenen Währungsreserve“im Ausland ist nicht zu rechtfertigen!
Das Dauer-Gegenargument der Bundesbank, wonach man im Krisenfall das Metall ausgerechnet in NY oder London in Devisen tauschen können müsse, ist seit Jahren absurd: Gerade im Fall einer globalen Währungskrise will niemand Papiergeld haben.
Gerade dann streben die Marktteilnehmer zum physisch Greifbaren, wie man es derzeit täglich im Gold- und Silbermarkt sieht.
Und die Bundesbank: Sie will im Ernstfall ausgerechnet die einzige Vermögensposition ohne Drittparteienrisiko in Papier-Forderungen umtauschen! Also genau in solche Papiere, die bei Weltwährungsturbulenzen jede andere Partei loswerden will.Niemand versteht das – es ist ahistorisch und irrational!
Zudem wäre Gold problemlos auch in Frankfurt handelbar, wenn man im Krisenfall ernsthaft deutsches Staatsgold VERkaufen wollte.
Auch die „Sorgen“ der Bundesbank um einen „psychologischen Schaden für das deutsch-amerikanische Verhältnis“ im Fall einer Heimholung sind absurd: Wir reden von deutschem Eigentum, über das wir volle Verfügungsgewalt haben.
Leider steht die Bundesbank damit in schlechter Tradition: Schon 1928 wollte Reichsbankpräsident Schacht bei einem vergeblichen Versuch, das Weimarer Gold im Tresor der US-Fed zu finden, dieses plötzlich gar nicht mehr sehen – und stellte Fed-Chef Strong ohne jede Not vom Nachweis des Goldes frei. Einhundert Jahre später sind wir keinen Millimeter weiter…
Auch der eigentlich geschätzte Bundesrechnungshof muss kritisiert werden, wenn er der BILD suggeriert, eine Überprüfung des Goldes sei „2025 noch nicht erfolgt“. Nein: Eine vollständige Überprüfung des deutschen Auslandsgolds ist seit 1951 noch nie erfolgt!
Die Bundesbank verlässt sich auf Inventarangaben aus dem Ausland und auf minimale Stichproben. „Schmelzchargen-“ oder „Inventar-“ Nummern ersetzen keine Barrennummern; Abgekürzte Nummern widersprechen ordnungsgemäßer Buchführung; Doppelerfassungen von Barrennummern sind nicht ausschließbar; Vollprüfungen wurden nie durchgeführt. Kurzum: Es gibt keine sauberen Barrenlisten!
Die Bundesbank betont stets, sie habe volles Vertrauen in die Auslandsbanken. Blindes Vertrauen aber ist keine Prüfstrategie. Im Krisen- oder Spannungsfall ist das Eigentumsrecht ohne gleichzeitigen Besitz nicht gewährleistet!
Vertrauen ersetzt auch keine Souveränität. Gold ist ein strategischer Wertanker. Seine Verfügbarkeit im Inland ist Voraussetzung dafür, dass unser Land bei internationaler Instabilität oder Systemkrisen währungspolitisch handlungsfähig bleibt.
Viele Staaten wollen seit 2013 ihre Goldbestände aus New York und London heimholen. Blindes Vertrauen ist in Zeiten schwindender völker- und finanzrechtlicher Gewissheiten heute nicht mehr angebracht. Die AfD begrüßt es darum, wenn die uralte Debatte um die überfällige Heimholung des Goldes nun wiederbelebt ist, wenn auch teilweise aus falschem Grund. Das ist keine „Panikmache“, wie Sie es abwegigerweise in den letzten Wochen der Presse diktiert haben und sicher auch hier gleich wieder verkünden werden. Nein – das ist Verantwortungsbewusstsein um deutsches Volksvermögen!
Zeigen Sie heute, dass Ihre Sorgen ums Gold und damit um deutsche Finanzsouveränität keine Krokodilstränen sind. Stimmen Sie unserem Antrag zu. Und falls Ihr Brandmauerfetisch das verbietet – bringen Sie einfach einen eigenen Antrag ein. Die AfD wird jedem Heimholungsantrag zustimmen!